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20 Jahre Euroregion Spree-Neiße-Bober

Woidke: Wichtiger Pfeiler für deutsch-polnische Kooperation

veröffentlicht am 21.09.2013
Ministerpräsident Dietmar Woidke sieht in der Euroregion Spree-Neiße-Bober einen wichtigen Pfeiler der deutsch-polnischen Zusammenarbeit. „In den 20 Jahren seit Gründung der Euroregion haben viele konkrete Projekte maßgeblich dazu beigetragen, die gemeinsame Entwicklung der Grenzregion voranzutreiben“, betonte Woidke heute auf einem Kolloquium in Forst anlässlich des Jubiläums. Er fügte hinzu: „Deutsche und Polen sind vielerorts längst mehr als Nachbarn, sie sind Freunde geworden. Das ist eines der wichtigsten Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit.“

Zu den Aufgaben in den Euroregionen zählte Woidke im Beisein von Elzbieta Polak, Marschällin der Wojewodschaft Lubuskie/Lebuser Land, die Stärkung der regionalen Wirtschaft und damit die Verbesserung des Lebensstandards diesseits und jenseits der Oder. Zudem gehe es aber auch um die gemeinsame Identität und das Gemeinschaftsgefühl in der Region. Als „ein besonders gutes Beispiel für grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Brand- und Katasrophenschutz“ nannte Woidke den neuen deutsch-polnischen Feuerwehrstützpunkt in Groß Gastrose, der heute von ihm eröffnet wird.

Nach den Worten Woidkes steht die Grenzregion auch in Zukunft vor großen Herausforderungen. Woidke nannte in diesem Zusammenhang die Sorge der Bürgerinnen und Bürger vor der Grenzkriminalität. „Wir nehmen diese Sorge sehr ernst“, so der Ministerpräsident. Weitere Themen in den Euroregionen seien laut Woidke im wirtschaftlichen Bereich oder auch im Tourismus angesiedelt. In diesem Zusammenhang verwies er auf bereits erzielte Erfolge: Wichtige Projekte wie der Forster Rosengarten oder die Sanierung der Gubener Innenstadt, in der ein deutsch-polnisches Touristenleitsystem entstanden ist, seien bereits umgesetzt worden.

Die Euroregion Spree-Neiße-Bober wurde am 21. September 1993 in Gubin gegründet. Der Name setzt sich aus den drei Flüssen in der deutschen und polnischen Lausitz zusammen. Sie ist eine von vier Euroregionen entlang der deutsch-polnischen Grenze. Die Europäische Union unterstützte viele Projekte mit Fördermitteln.