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Platzeck unterstützt berufliche Frühorientierung

veröffentlicht am 04.05.2013
Ministerpräsident Matthias Platzeck unterstützt die berufliche Frühorientierung von Mädchen und Jungen im Nordwesten Brandenburgs durch die Anschaffung eines mobilen Werkzeugkoffers für das Projekt „Mobile Fabrik“ (MoFa) der Bildungsgesellschaft Pritzwalk. Dafür stellt er 5.000 Euro aus Lottomitteln zur Verfügung. So sollen Kinder im Vor- und Grundschulalter spielerisch an handwerkliche Tätigkeiten herangeführt werden. Die „Mobile Fabrik“ war im März vom Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Albrecht Gerber, als Demografie-Beispiel des Monats ausgezeichnet worden.

Platzeck betonte: „Gerade in den dünner besiedelten Regionen muss der Nachwuchs so gefördert werden, dass langfristig der Fachkräftebedarf der ansässigen Unternehmen gedeckt wird. Die Pritzwalker haben erkannt, dass schon die Jüngsten neugierig auf Berufe gemacht werden müssen, die auch in Zukunft vor Ort so dringend gebraucht werden. Zudem wird handwerkliches Geschick im Zeitalter des Internets oft viel zu wenig gefördert. Die ,Mobile Fabrik‘ zeigt auf, welche beruflichen Möglichkeiten es in der Region für Jugendliche gibt.“ Gleichzeitig appellierte Platzeck an Kommunen und Unternehmen, das von der lokalen Wirtschaft initiierte Vorhaben weiterhin so tatkräftig zu unterstützen.

Das Projekt war im August 2012 in der Nadelbachgrundschule Heiligengrabe im Rahmen des Ganztagsunterrichts gestartet. In zwei Kursen arbeiten Pädagogen mit Hilfe des mobilen Werkzeugkoffers mit den Jungen und Mädchen im Themenfeld „Holz/Elektro“ zusammen. Für die Herstellung kleiner Gebrauchsgegenstände werden Materialien, Werkzeuge und kindgemäße Bauanleitungen bereitgestellt. Die Anschubfinanzierung des Pilotprojektes erfolgte durch eine Spende des Vorsitzenden des Vereins „Wachstumskern Autobahndreieck Wittstock/Dosse“, Mike Blechschmidt, der zu seinem Firmenjubiläum von seinen Gästen Geld einsammelte. Mittlerweile haben drei weitere Schulen in Meyenburg, Kyritz und Wittenberge Interesse bekundet, so dass von der Bildungsgesellschaft Pritzwalk für das kommende Schuljahr ein weiterer mobiler Werkzeugkoffer angeschafft werden kann.