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Platzeck gedenkt Opfer der Nazidiktatur – Veranstaltungsprogramm zu 80 Jahre Machtergreifung wird vorgestellt

veröffentlicht am 17.03.2013
Ministerpräsident Matthias Platzeck hat an die einschneidenden Ereignisse zum Beginn der Hitlerdiktatur vor 80 Jahren in Deutschland erinnert und zugleich zu anhaltender Wachsamkeit gegen rechtsextremistische Umtriebe gemahnt. In seiner neuen, heute veröffentlichten Videobotschaft betont der Ministerpräsident:

„Für uns in Brandenburg spielt in der langen Liste der Gedenktage in diesem Jahr der 21. März 1933, der „Tag von Potsdam“, eine besondere Rolle. Der neue Reichstag sollte sich an diesem Tag konstituieren. Das Ganze war eine Farce, denn die kommunistischen Abgeordneten waren davon gejagt oder schon eingesperrt, die Sozialdemokraten boykottierten das makabre Schauspiel. Denn in der Garnisonkirche wollte sich Hitler öffentlichkeitswirksam in deutsche Traditionslinien stellen und einen neuen Patriotismus demonstrieren.“


Platzeck mahnt: „Dieser Tag und das gesamte Jahr 1933 müssen fest verankert bleiben in unserer Erinnerung. Ich begrüße sehr, dass sich so viele Brandenburgerinnen und Brandenburger mit diesem traurigen Gedenktag auseinandersetzen. Ein breit gefächertes Veranstaltungsprogramm gibt dazu den Rahmen. Mein Dank gilt all jenen, die dazu beigetragen haben. Aber auch jenseits von Gedenktagen brauchen wir eine wache Bürgergesellschaft. Ich denke an die vielen Initiativen in ganz Brandenburg, die sich gegen rechte Hetz zur Wehr setzen, und die sich einsetzen für die ganze Vielfalt in unserer Gesellschaft. Ich verspreche Ihnen: Die Landesregierung wird auch in Zukunft an ihrer Seite stehen.“

Einen Ausblick auf das umfangreiche brandenburgische Gedenk- und Veranstaltungsprogramm zur Machtübernahme durch die Nazis vor 80 Jahren gibt ein Pressefrühstück auf Einladung des Regierungssprechers am morgigen Montag um 09.30 Uhr in der Potsdamer Staatskanzlei. Für Ihre Fragen stehen zur Verfügung Kulturministerin Sabine Kunst, die Leiterin der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung, Martina Weyrauch, Irmgard Zündorf vom Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) und der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt, Jann Jakobs. Medienvertreter sind herzlich zur Berichterstattung eingetragen“