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Werben um Nachwuchs – „Mobile Fabrik“ der Pritzwalker Bildungsgesellschaft ist Demografie-Beispiel

veröffentlicht am 01.03.2013
Die „Mobile Fabrik“ (MoFa) der Bildungsgesellschaft Pritzwalk ist das Demografie-Beispiel des Monats März. Der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Albrecht Gerber, überreichte die Auszeichnung heute bei einem Besuch der Nadelbachgrundschule Heiligengrabe, an der die MoFa im August als Pilotprojekt gestartet war. Ziel ist es, Kinder im Vor- und Grundschulalter spielerisch an handwerkliche Tätigkeiten heranzuführen und ihnen so eine berufliche Frühorientierung zu ermöglichen.

Gerber sagte: „Fachkräftesicherung ist in Zeiten des demografischen Wandels eine große Herausforderung. Die Pritzwalker punkten hier mit einer klugen Idee. Sie haben erkannt, dass unser Nachwuchs so gut ist, wie er in der Region heranwächst. Mit der ‚Mobilen Fabrik‘ machen sie schon die Jüngsten neugierig auf Berufe, die auch vor Ort dringend gebraucht werden. Das ist genau der richtige Weg, um Jugendliche für eine Ausbildung in der Heimat zu motivieren und ihnen zu zeigen, wie groß hier ihre beruflichen Chancen sind.“ Gerber lobte, dass die lokale Wirtschaft die Initiative für diesen fakultativen Unterricht ergriffen hat. Er appellierte zugleich an andere Unternehmen und Kommunen in der Region, dieses Projekt zu unterstützen.

Die Projektleiterin Nikol Koch sagte: „Die MoFa ist ein Angebot der Bildungsgesellschaft Pritzwalk, das auf Initiative des Vereins ‚Wachstumskern Autobahndreieck Wittstock/Dosse‘ zur langfristigen Sicherung des Fachkräftebedarfs entwickelt wurde. Unter fachlicher Anleitung erhalten Kinder frühzeitig einen Einblick in die Berufswelt, sie erlernen den Umgang mit Werkzeugen und verschiedenen Materialien und handwerkliche Tätigkeiten. Voller Eifer basteln, tüfteln und bauen sie einen Solarflieger, eine Alarmanlage für ihr Kinderzimmer oder eine kleine Windmühle. Dabei erhalten die Kinder ein Gefühl für die Wirkungsweise von Alltagsgegenständen. Die Kinder reagieren begeistert auf das Angebot und sind stolz auf die Herstellung ihres eigenen Werkstückes. Das stärkt nicht nur das Selbstvertrauen, sondern auch Fähigkeiten wie Konzentration und Kreativität werden gefördert. Ein weiterer Vorteil dieser ‚Bildungsprozesse vor Ort‘ ist, dass sie in der Lebenswelt der Kinder stattfinden.“
In der Nadelbachgrundschule Heiligengrabe gibt es seit Beginn des Schuljahres im Rahmen des Ganztagsunterrichts zwei Kurse, in denen Pädagogen mit Hilfe eines mobilen Werkzeugkoffers mit den Jungen und Mädchen im Themenfeld „Holz/Elektro“ arbeiten. Für die Herstellung kleiner Gebrauchsgegenstände werden alle Materialien, Werkzeuge und kindgemäße Bauanleitungen bereitgestellt. Die Anschubfinanzierung erfolgte durch eine Spende des Vorsitzenden des Vereins „Wachstumskern Autobahndreieck Wittstock/Dosse“, Mike Blechschmidt, der im Rahmen seines Firmenjubiläums 2011 von seinen Gästen Geld einsammelte. Das Projekt soll künftig sowohl auf die Themenfelder „Metall“ und „Landwirtschaft“ als auch auf andere Einrichtungen in den Landkreisen Prignitz und Ostprignitz-Ruppin ausgeweitet werden. Interesse haben bereits die Grundschule Meyenburg und die Soziale Gruppenarbeit in Kyritz signalisiert.

Das Projekt „Mobile Fabrik“ (MoFa) der Bildungsgesellschaft mbH Pritzwalk ist ein weiteres Beispiel auf dem „Marktplatz der Möglichkeiten“, mit dem die Staatskanzlei innovative, nachahmenswerte Initiativen im Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels vorstellt. Die jeweiligen Demografie-Beispiele des Monats werden im Rahmen des Internetauftritts „Marktplatz der Möglichkeiten“ unter www.demografie.brandenburg.de veröffentlicht.

Kontakt für das Demografie-Beispiel März: Frau Nikol Koch, Tel.: 03395 300357, E-Mail: mail@gbg-pritzwalk.de

Alle Infos: www.demografie.brandenburg.de
Hinweise und Anregungen an: demografie@stk.brandenburg.de