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7. Jugendgeschichtstag in Potsdam – Platzeck: Geschichte verstehen heißt Zukunft meistern

veröffentlicht am 26.11.2011
Ministerpräsident Matthias Platzeck hat das Geschichtsinteresse junger Menschen als wichtige Voraussetzung zur Gestaltung von Gegenwart und Zukunft bezeichnet. Bei der Eröffnung des 7. Jugendgeschichtstages in Potsdam lobte er heute die Teilnehmer am Programm „Zeitensprünge“ für ihren „großen Einsatz und ihre Begeisterung“ bei der Umsetzung von 32 Einzelprojekten zur Heimatgeschichte. Am Jugendgeschichtstag, der zentralen Abschlussveranstaltung des Programms „Zeitensprünge“, nahmen Landtagspräsident Gunter Fritsch und als Schirmherrin Bildungsministerin Martina Münch teil.

Nach den Worten von Platzeck haben die Jugendlichen mit ihren Projekten Diskussionen in Gang gesetzt, andere nachdenklich oder neugierig gemacht. „Allein dafür hat sich die Arbeit schon gelohnt.“ Besondere Beachtung verdiene, dass sich vier Teams anlässlich des 50. Jahrestages des Mauerbaus mit diesem übergreifenden Thema beschäftigten und unter der Überschrift „Leben mit der Mauer“ forschten. Platzeck dankte in diesem Zusammenhang der Beauftragten zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Ulrike Poppe, für deren Unterstützung.

Er betonte, es sei besonders für junge Menschen wichtig, sich mit diesem Teil der Vergangenheit auseinander zu setzen, da sie die DDR und auch die Mauer nicht
aus eigenem Erleben kennen. „Umso wichtiger ist es, sich bewusst zu machen,
welche Freiheiten und Rechte die Menschen in DDR über Jahrzehnte nicht hatten.
Das schärft auch den Blick dafür, wie es heute in manchen Teilen der Welt um
Menschenrechte bestellt ist. Ich möchte alle ermutigen, auch weiterhin solche
Zeitensprünge in unsere jüngste Vergangenheit zu ermöglichen und zu unternehmen.
Das Land Brandenburg unterstützt dies auch im kommenden Jahr.“

„Zeitensprünge“ ist eine Initiative der Stiftung Demokratische Jugend. Das Bildungsministerium unterstützte das Programm in diesem Jahr mit 30.000 Euro.
Auf dem Jugendgeschichtstag im Potsdamer Kutschstall stellen Jugendliche einer
breiten Öffentlichkeit die Ergebnisse ihrer Arbeit in Form von Fotodokumentationen, Broschüren, Filmen oder Internetpräsentationen vor. Über die Projekte wird sich vor Ort auch Kulturstaatssekretär Martin Gorholt informieren.