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Kabinett verabschiedet dritten Demografiebericht

veröffentlicht am 15.11.2011

Das Kabinett hat heute den 3. Demografiebericht des Landes verabschiedet. Dieser zeichnet die Bevölkerungsentwicklung der vergangenen 20 Jahre nach, stellt die Prognose bis 2030 dar und bündelt in sechs Leitthemen die künftigen Aufgabenfelder. Zudem dokumentiert er Erfahrungen von konkreten Projekten und Maßnahmen im Umgang mit dem demografischen Wandel. Der Bericht wird jetzt dem Landtag zugeleitet.

Der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Albrecht Gerber, betonte in der Kabinettssitzung: „Brandenburg will und muss Voreiter bei der Bewältigung der Folgen des demografischen Wandels bleiben. Dazu bündeln wir unsere Erkenntnisse. Jetzt kommt es darauf an, diesen Erfahrungsschatz noch mehr Menschen zugänglich zu machen und dadurch neue Ideen und Initiativen anzustoßen. Der demografische Wandel und seine Folgen sind längst Wirklichkeit. Untergangsszenarien helfen aber nicht weiter, sondern ein pragmatischer und praktischer Umgang mit den realen Herausforderungen etwa bei neuen Formen der Mobilität oder der gesundheitlichen Versorgung.“

Gerber sagte, gefragt seien mehr denn je flexible und regional angepasste Projekte. „Das Land unterstützt praktische Lösungen, die vor Ort entwickelt und entschieden werden können.“ Gerber nannte in diesem Zusammenhang das Projekt KombiBus in der Uckermark oder das Stipendienprogramm für Mediziner der Gesellschaft für Leben und Gesundheit mbH in Eberswalde. Die Landesregierung werde alles ihr Mögliche und Notwendige tun, um schrittweise die kommunalen Handlungs- und Entscheidungsspielräume zu erweitern. Hier sei aber auch die Bundesregierung gefragt, betonte Gerber: „Für die Zukunft ist ein zulassender Staat notwendig.“

Er plädierte zugleich für eine stärkere Vernetzung der Akteure auf Landes- und regionaler Ebene. Das erste Brandenburger Demografieforum im September in der Potsdamer Staatskanzlei habe dafür erste Impulse gesetzt, etwa für eine verstärkte Zusammenarbeit von Demografie-Projekten mit Stiftungen. Gerber: „Diesen Erfahrungsaustausch werden wir fortsetzen.“ Bereits seit drei Jahren gebe es den Internetauftritt der Staatskanzlei „Marktplatz der Möglichkeiten“ unter www.demografie.brandenburg.de, auf dem innovative, beispielgebende Initiativen im Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels vorstellt werden. Gerber: „Hier können aber auch neue Anregungen eingebracht werden. Wir arbeiten daran, diese Ideenbörse ständig zu erweitern.“
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