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Veranstaltungen am Volkstrauertag - Fritsch und Platzeck rufen zur Teilnahme am Bürgerfest in Halbe auf

veröffentlicht am 09.11.2011

Am Volkstrauertag 2011 am Sonntag, 13. November, finden wieder zahlreiche Gedenkveranstaltungen im Land Brandenburg statt, an denen sich Mitglieder des Landtages und der Landesregierung beteiligen. Bereits am Samstag (12. November) findet in Halbe (ab 11.00 Uhr) das traditionelle „Fest der Demokratie“ gegen Aufmärsche von Neonazis statt.

Landtagspräsident Gunter Fritsch, zugleich Vorsitzender des brandenburgischen Landesverbands des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge, und Ministerpräsident Matthias Platzeck rufen die Brandenburger auf, sich rege an den Gedenkveranstaltungen und am Bürgerfest "Vielfalt tut gut im Schenkenländchen" zu beteiligen. Fritsch, der Schirmherr des Demokratiefestes ist, und Platzeck betonten: „In Halbe ist kein Platz für Aufmärsche von Neonazis. Deshalb freuen wir uns sehr, wenn dort wieder viele Menschen Gesicht zeigen.“

Am Sonntag um 12.00 Uhr nehmen die stellvertretende Landtagspräsidentin Gerrit Große und Ministerpräsident Platzeck an der gemeinsamen Veranstaltung des Volksbundes der Deutschen Kriegsgräberfürsorge, Kreisverband Potsdam, und der Stadt Potsdam auf dem Sowjetischen Ehrenfriedhof am Bassinplatz teil. Platzeck legt dabei einen Kranz nieder. Oberbürgermeister Jann Jakobs begrüßt die Gäste und hält eine Ansprache. Danach gedenkt er der gefallenen sowjetischen Soldaten mit Kränzen und Blumengebinden.

Um 12.45 Uhr hält Platzeck bei der Veranstaltung zum Volkstrauertag in der Großen Trauerhalle am Friedhof Heinrich-Mann-Allee eine Rede. Als Gast wird der kroatische Botschafter in Deutschland, Miro Kovač, erwartet.

Um 14.00 Uhr nimmt Bildungsministerin Martina Münch an der Einweihung eines Gedenksteins vom Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge für unschuldige Opfer des Krieges, der Gewaltherrschaft und Vertreibung auf dem Friedhof in Kolkwitz teil.

Finanzminister Helmuth Markov und Innenminister Dietmar Woidke sind um 16.00 Uhr Gäste der Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag im Deutschen Bundestag in Berlin.

Fritsch erinnerte an den „Tag der Demokraten“ in Halbe vor fünf Jahren, der eindrucksvoll deutlich gemacht habe, „dass die Zivilgesellschaft sich dagegen wehrt, wenn Rechtsextreme Orte für ihre Propaganda missbrauchen wollen“. Dies sei die Initialzündung dafür, dass in Halbe das Projekt einer Bildungsstätte Gestalt annehme, um so vor Ort der Geschichtsfälschung entgegen zu wirken. Auch sei den Rechtsextremisten durch die Umgestaltung des Zugangs zum Waldfriedhof die Kulisse für ihre Aufmärsche genommen worden. Fritsch bedankte sich bei den Bürgern von Halbe, den Organisatoren, Vereinen, Gewerbetreibenden, dem Amt und dem örtlichen Aktionsbündnis für die engagierte Arbeit.