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Jahrestagung des Bundesverbandes der Deutsch-Polnischen Gesellschaften

Platzeck: Gemeinsam das Miteinander gestalten – Reise nach Warschau angekündigt – Freude über Fertigstellung der Autobahn

veröffentlicht am 21.10.2011
Die Grenzregionen beiderseits von Oder und Neiße sind nach Einschätzung von Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck auf gutem Weg, das Miteinander immer erfolgreicher zu gestalten. In seiner Rede auf der 20. Jahrestagung des Bundesverbandes der Deutsch-Polnischen Gesellschaften in Frankfurt (Oder) und Slubice machte Platzeck am Freitag zugleich „einige Baustellen“ aus, an denen weiter gearbeitet werden müsse.

So seien die Verkehrsverbindungen für die Grenzregionen Lebensadern, deren Bedeutung für Wirtschaftsentwicklung, Begegnungen der Menschen, kulturelle Projekte oder den Tourismus nicht zu unterschätzen sind. Platzeck sagte wörtlich: „Deshalb bin ich dankbar, dass die deutsche und die polnische Regierung die Zusammenarbeit bei der Entwicklung der Infrastruktur in die Liste der gemeinsamen Initiativen aufgenommen hat, die zum 20. Jahrestag des Nachbarschaftsvertrages in einem Arbeitsprogramm vereinbart worden sind. Damit ist eine Forderung der Grenzregion aufgenommen worden. Brandenburg ist an der Umsetzung beteiligt und wird mit der Bundesregierung an Lösungen arbeiten.“

Platzeck kündigte an, nach der polnischen Koalitionsbildung Ende November nach Warschau zu reisen, um die direkten Gespräche mit der polnischen Führung fortzusetzen.

Als besonders wichtig bezeichnete Platzeck die Anbindung an Szczecin, Poznan und Wroclaw. Brandenburg werde seinerseits ab dem 3. Juni nächsten Jahres, „also pünktlich zur Eröffnung der Fußball-Europameisterschaft, den neuen Flughafen in Schönfeld einweihen. Die Stadien in Breslau und Posen werden dann schneller über unseren Großflughafen erreichbar sein als über Warschau. Auch von polnischer Seite wird mit Hochdruck an der Fertigstellung der Infrastruktur gearbeitet. Am 30. November soll das letzte Teilstück der Autobahn A2 zwischen Swiecko und Nowy Tomysl kurz vor Poznan eingeweiht werden. Damit wären dann Berlin, Potsdam, Frankfurt (Oder), Poznan und Lodz kreuzungsfrei und vierspurig miteinander verbunden.“

Als weitere wichtige gemeinsame Herausforderungen der Grenzregionen nannte Platzeck die Zusammenarbeit bei der Gewinnung von Fachkräften und die Kooperation im Bildungsbereich. Platzeck resümierte: „An Oder und Neiße ist eine normale Grenzregion entstanden. Das mag unspektakulär erscheinen. Angesichts des Weges, den wir seit 1990 zurück gelegt haben, ist es hingegen sehr viel.“