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Zu den Ergebnissen der Kabinettssitzung teilt die stellvertretende Regierungssprecherin Gerlinde Krahnert mit

Neues Maßnahmenpaket für Familien- und Kinderfreundlichkeit

veröffentlicht am 30.08.2011
Die Landesregierung hält an ihrem Ziel fest, Brandenburg zum familienfreundlichsten Land zu entwickeln. Dafür hat sie ihr familien- und kinderpolitisches Programm aus dem Jahr 2005 weiterentwickelt. Familienminister Günter Baaske brachte heute im Kabinett das überarbeitete Programm mit dem neu strukturierten Maßnahmenpaket ein. Mit ihm werden alle familienpolitischen Maßnahmen ressortübergreifend gebündelt.

Das 31-seitige Programm enthält 49 Maßnahmen, die in fünf Themenschwerpunkte neu strukturiert sind. Dabei geht es um die Bereiche sozialer Zusammenhalt und familiennahe Unterstützungssysteme, Förderung der kommenden Generationen und Verbesserung ihrer Bildungschancen, gesundes Aufwachsen, Beteiligungsmöglichkeiten für Familien sowie um die Unterstützung der kommunalen Familienpolitik durch das Land.

Nach Einschätzung von Minister Baaske ist Brandenburg auf dem Weg zu einer besonders familienfreundlichen Region in Europa in den vergangenen fünf Jahren ein großes Stück vorangekommen. „Viele Strukturen haben sich entwickelt, darunter 48 Lokale Bündnisse für Familie und 18 regionale Netzwerke Gesunde Kinder mit 30 Standorten. Jetzt konzentrieren wir uns auf fünf Schwerpunkte und wollen die Maßnahmen vor allem an der demografischen Entwicklung neu ausrichten.“

Die zentrale Aufgabe der Familienpolitik bleibe, allen Kindern und Jugendlichen ein gesundes Aufwachsen zu sichern und Mütter wie Väter dabei zu stärken, in die Bildung und Erziehung ihrer Kinder zu investieren. Kinder sollen unabhängig von wirtschaftlicher Lage, Herkunft und Geschlecht von Anfang an mit gleichen Chancen an der Gesellschaft teilhaben können.

Baaske: „Wie Chancen und Lebensalltag für Familien verbessert werden können, hängt wesentlich von den Rahmenbedingungen vor Ort ab. Familienfreundlichkeit muss dort umgesetzt und gelebt werden. Dabei ist es entscheidend, dass Kommunen und Unternehmen dies als wichtigen Standortfaktor verstehen.“

Die Maßnahmen sollen vor allem alleinerziehende Mütter und Väter, Familien mit mehreren Kindern, Familien mit Migrationshintergrund, aber auch für die Pflege und Betreuung von Angehörigen im familiären Umfeld unterstützen. Das Paket enthält Weiterbildungsangebote zur Familienbildung, Förderungen im Wohnungsbau oder der Verkehrsinfrastruktur sowie die Unterstützung familienbewusster Personalpolitik in Unternehmen und Verwaltung. Vorgesehen sind auch Projekte zur Gesundheitsförderung und der weitere Ausbau des „Netzwerkes Gesunde Kinder“ und der „Lokalen Bündnisse für Familie“.

Mit der Weiterentwicklung des Programms und des Maßnahmenpakets wird ein weiterer Punkt im Koalitionsvertrag umgesetzt.