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Platzeck und Kunst reisen nach Nahost – Treffen mit Israels Vizepremier und palästinensischen Ministern – Unternehmerdelegation vor Ort - Konkrete Hilfe der Mark

Regierungssprecher Thomas Braune teilt mit:

veröffentlicht am 29.05.2011
Ministerpräsident Matthias Platzeck reist vom morgigen Montag an bis 2. Juni nach Israel und in die palästinensischen Gebiete. Platzeck wird begleitet von Wissenschaftsministerin Sabine Kunst. Auf dem Programm von Platzeck und Kunst stehen u.a. Treffen mit hochrangigen israelischen und palästinensischen Politikern sowie Vertretern der Zivilgesellschaften. In seiner Funktion als Zweiter Vorsitzender der Jerusalem Foundation Deutschland ist Platzeck zudem Gast der JF-Jahrestagung und einer Festveranstaltung zu Ehren des Stiftungsgründers, Teddy Kollek, der vor 100 Jahren geboren wurde. Auch bei der nunmehr fünften Nahostreise des Ministerpräsidenten hält sich gleichzeitig wieder eine brandenburgische Unternehmerdelegation in Israel und Palästina auf. Erneut trifft Platzeck eine Gruppe brandenburgischer Schüler, die eine israelische Schule besuchen.

Der Ministerpräsident wörtlich: „Wirtschaftliche Verbindungen von Unternehmen und freundschaftliche Beziehungen der nachwachsenden Generation sind beste Brücken in eine erfolgreiche Zukunft der bilateralen Beziehungen. Besonders Jugendbegegnungen sind hilfreich für nachhaltige Kontakte über die tiefen Gräben der Geschichte hinweg. Ich empfinde es als eine Verpflichtung, dass Brandenburg mit seinen Möglichkeiten zur friedlichen Entwicklung und zum besseren Miteinander der Bevölkerungsgruppen in dieser Region beizutragen versucht. Bei meinen bisherigen Reisen in die Region habe ich Akzeptanz für die Bemühungen Brandenburgs gespürt, sowohl in Israel als auch in den palästinensischen Gebieten.“

Sein Programm führt Platzeck zunächst in die palästinensischen Gebiete nach Jericho, wo die palästinensische Polizeiakademie entsteht, in der auch Brandenburger Ausbilder eingesetzt werden sollen. Dabei führt er unter anderem ein Gespräch mit dem palästinensischen Innenminister Said Abu Ali. Eine entsprechende Kooperation, die auch Grundlage für die Fortbildung von palästinensischen Beamten in Brandenburg ist, war vor einem Jahr im Beisein von Platzeck und Ali in Ramallah unterzeichnet worden.
Auf dem Dienstagsprogramm steht auch ein erneuter Besuch der Hope Flowers School in Bethlehem. Die Schule bemüht sich insbesondere um traumatisierte Kinder. Die Ausbildung dazu benötigter Trauma-Therapeuten in Brandenburg wird von der Landesregierung seit Jahren unterstützt.

Am Mittwoch nimmt Platzeck an der Internationalen Vorstandssitzung der Jerusalem Foundation teil. Der Ministerpräsident ist zudem Gast bei der Festveranstaltung zu Ehren des 2007 verstorbenen, langjährigen Bürgermeisters von Jerusalem, Teddy Kollek. Der Politiker wäre am 27. Mai 100 Jahre alt geworden.

Ebenfalls am Mittwoch stattet der Ministerpräsident der Hattie-Friedland-Schule für gehörlose und schwerhörige Kinder und Jugendliche eine Visite ab. Die Bildungseinrichtung müht sich um Kinder jüdischer und arabischer Nationalität. Bei dieser Gelegenheit kommt er mit einer Schülergruppe der Potsdamer Voltaire-Gesamtschule zusammen. Die Reise der Schüler zur Harishonim High School Herzliya vom 27. Mai bis 3. Juni hat Platzeck mit Lottomitteln unterstützt.

Platzeck und Kunst nehmen anschließend mit den Potsdamer Schülern an der erstmaligen Öffnung des Grundsteins der evangelischen Erlöserkirche in der Jerusalemer Altstadt teil. Dieser Kirchenbau war vom deutschen Kaiserreich initiiert und bezahlt worden. Die Ausgrabungen unter der Kirche werden nach einem Konzept Potsdamer Fachhochschulstudenten begehbar gemacht und sollen auch Auskunft über die historische Ausdehnung von Jerusalem geben.

Ministerin Kunst wird außerdem das „Deutsche Evangelische Institut für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes“ (DEI) besuchen und über die Fortsetzung von Kooperationen mit Hochschulen in Brandenburg beraten. An der Hebrew University wird sie Gespräche über mögliche neue israelisch-brandenburgische Forschungskooperationen führen.

Zum Abschluss der Reise trifft Platzeck am Donnerstag in Tel Aviv mit dem Stellvertretenden Premierminister und Regionalminister Silvan Schalom zu einem politischen Gespräch zusammen.