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Jüdisches Filmfestival hilft Vorurteile abzubauen

veröffentlicht am 22.05.2011

Das 17. Jüdische Filmfestival Berlin und Potsdam leistet nach Überzeugung
von Ministerpräsident Matthias Platzeck einen Beitrag dazu, „mehr vom
jüdischen Leben zu verstehen und Vorurteile abzubauen“. Vor rund 400 Gästen
bei der heutigen Festival-Gala im Potsdamer Hans Otto Theater sagte
Platzeck: „Das in Deutschland einzigartige Festival schärft seit 17 Jahren
unseren Blick auf das moderne jüdische Leben und es baut damit Brücken
zwischen den Kulturen.“
Platzeck reist seit 2007 regelmäßig nach Israel und Palästina, um zur Verständigung zwischen den Kulturen beizutragen. Programmpunkt sind regelmäßig auch Treffen mit brandenburgischen Schülerinnen und Schülern, die das jüdische Leben mit eigenen Augen sehen wollen und vielfach Schulpartnerschaften unterhalten.
Im vergangenen Jahr ist auf Betreiben des Ministerpräsidenten der preisgekrönte
Film „Das weiße Band“ in Tel Aviv präsentiert worden. „Gedreht in Brandenburg,
gemacht in den Filmstudios Babelsberg, war er eine gute Gelegenheit,
sich über kulturelle Grenzen hinweg auszutauschen“, sagte Platzeck. Auch wenn
er in knapp einer Woche wieder nach Israel reise, stehe der Dialog mit den Menschen im Vordergrund.
Der für Medienwirtschaft zuständige Wirtschafts- und Europaminister Ralf Christoffers erklärte anlässlich der Festivalgala in Potsdam: „Das Filmfest mit seinen mehr als 20 Streifen trägt in besonderer Weise zum Verständnis jüdischer Kultur und jüdischen Lebens bei. Ich begrüße es, dass die Veranstaltung zunehmend auf Potsdam ausstrahlt. Damit erhalten die Besucherinnen und Besucher einen guten Einblick in eine Welt, die Brandenburg bereichert. Mit dem Filmfestival wird auch die internationale Ausrichtung des Medienstandortes Berlin-Brandenburg unterstrichen.“

Die Staatskanzlei, das Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten und
die Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH haben sich gemeinsam an der Finanzierung
der Gala - der größten Einzelveranstaltung des Festivals - beteiligt. Das
Festival findet seit 1995 statt. Seit 2005 werden die Filme auch in Potsdamer Kinos gezeigt. In diesem Jahr sind Beiträge unter anderem aus Israel, Deutschland, Frankreich, Tschechien und den USA dabei, darunter 12 Deutschland-Premieren.