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Zum Tod Osama Bin Ladens erklärt Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck in Washington:

„Verständnis für die Erleichterung der Amerikaner“

veröffentlicht am 02.05.2011
"Ich verstehe die Erleichterung der Amerikaner, die hier im zehnten Jahr nach den Terrorangriffen vom 11. September 2001 allgegenwärtig zu spüren ist. Ich sage: Wer der Welt den Krieg erklärt und verantwortlich ist für den Tod Tausender, muss damit rechnen, zur Verantwortung gezogen zu werden. Ich hoffe nun sehr darauf, dass nach dem Tod der Symbolfigur des islamistischen Terrors sich Erkenntnis auch bei den Fanatikern durchsetzt und sie endlich von ihrem vermeintlichen Kulturkampf gegen alles Westliche ablassen. Die Erde hat wahrlich genug Probleme, die die Menschen aller Kontinente, Konfessionen und Hautfarben miteinander lösen müssen. Trotz Bin Ladens Tod gilt es aber, wachsam zu sein, die terroristische Bedrohung weiter ernst zu nehmen und vor allem sich um junge Menschen zu mühen, die empfänglich sein könnten für die Ideologien des Terrors. Ich bin der Hoffnung, dass die Selbstfindung und Übernahme von Eigenverantwortung durch die afghanische Seite durch die neue Situation befördert werden, weil der Störfaktor Osama Bin Laden nicht mehr da ist.

Für die derzeitige Reise meiner Delegation sehe ich keine unmittelbaren Konsequenzen. Wir werden heute zuvörderst der Opfer des Holocausts gedenken."