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Die Zukunft im Blick – Dorfschmiede Blankenfelde als
Demografie-Beispiel April geehrt

veröffentlicht am 01.04.2011
Die Dorfschmiede Blankenfelde im Landkreis Teltow-Fläming ist das Demografie-Beispiel des Monats April. Der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Albrecht Gerber, überbrachte heute die Auszeichnung für den engagierten Beitrag der Schmiede zur Gewinnung von Fachkräften. So beteiligte sich der Inhaber, Kunstschmied Werner Mohrmann-Dressel, bereits sieben Mal am Zukunftstag Brandenburg. Auch in diesem Jahr ist er am 14. April dabei, wenn wieder Unternehmen und Einrichtungen ihre Türen für interessierte junge Menschen öffnen.

Bei seinem Besuch in Blankenfelde betonte Gerber: „Die Dorfschmiede ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, dass auch Selbstständige und Kleinstunternehmen viele Möglichkeiten haben, sich um Fachkräftenachwuchs zu kümmern. Junge Leute haben in Brandenburg gute Zukunftschancen. Das müssen wir ihnen immer wieder bewusst machen. Und wir müssen ihre Potenziale wecken. Dafür ist es notwendig, dass alle an einem Strang ziehen: Elternhaus, Schule und natürlich die Betriebe. Denn unser Fachkräftenachwuchs ist so gut, wie wir ihn in der Region heranbilden.“

Mit dem Zukunftstag habe Brandenburg deutschlandweit eine Vorreiterrolle übernommen, betonte Gerber. „Seit nunmehr neun Jahren können bei uns sowohl Mädchen als auch Jungen Praxiserfahrungen in Berufen sammeln, die auf den ersten Blick untypisch wirken.“ Gerber appellierte an die jungen Brandenburgerinnen und Brandenburger, sich diese Gelegenheit nicht entgehen zu lassen und Neues auszuprobieren. „In unserem Land gibt es viele interessante Ausbildungsmöglichkeiten. Ich bin mir sicher, dass am 14. April wieder so manch Jugendlicher feststellen wird, dass er ganz in der Nähe seinen Traumberuf erlernen kann.“

Die vier Praktikumsplätze in der Dorfschmiede – jeweils zwei für Mädchen und Jungen - sind schon seit langem ausgebucht. Die jungen Leute werden am Zukunftstag alte Schmiedetechniken sowie neue Techniken der Metallverarbeitung kennen lernen und auch selbst schmieden. Mohrmann-Dressel ist überzeugt, dass Mädchen in der vermeintlichen Männerdomäne „Metallbearbeitung“ genauso gut werden können wie Jungs: „Entscheidend sind die Freude am Handwerk, die technischen Fähigkeiten sowie Ideen und Kreativität - und nicht die Kraft, wie man denken könnte.“


Mit dem Jugendprojekt „Feuerteufel“ hat der Schmied eine weitere Initiative zur Nachwuchssicherung begründet. Seit 2005 unterrichtet er Schülerinnen und Schülern in kleinen Workshops in Techniken und Gestaltungsmöglichkeiten des Metallhandwerks. In den wöchentlichen Zusammenkünften werden Musikinstrumente, Tiere und andere Objekte geschmiedet.

Die Dorfschmiede Blankenfelde ist ein weiteres Projekt auf dem „Marktplatz der Möglichkeiten“, mit dem die Staatskanzlei nunmehr im dritten Jahr innovative, beispielgebende Initiativen im Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels vorstellt. Die jeweiligen Demografie-Beispiele des Monats werden im Rahmen des Internetauftritts „Marktplatz der Möglichkeiten“ unter
www.demografie.brandenburg.de veröffentlicht.

Kontakt für das Demografie-Beispiel April:
Werner Mohrmann-Dressel, E-Mail: dorfschmiede@werners-esse.de
Alle Infos: demografie.brandenburg.de
Hinweise und Anregungen an: demografie@stk.brandenburg.de