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Platzeck ernennt Martina Münch und Sabine Kunst zu Ministerinnen

veröffentlicht am 23.02.2011
Ministerpräsident Matthias Platzeck hat heute die Ministerinnen für Bildung, Jugend und Sport, Martina Münch, sowie für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Sabine Kunst, ernannt. Platzeck übergab ihnen in der Staatskanzlei die Ernennungsurkunden und wünschte ihnen für die Ausübung der jeweiligen Amtsgeschäfte viel Erfolg.

Sehr geehrte Vertreter der Medien,

Im Anhang finden Sie die Kurzbiografien von Martina Münch und Sabine Kunst.

Anhang:

Lebenslauf Martina Münch:

Die gebürtige Heidelbergerin ist verheiratet, hat sieben Kinder und lebt mit ihrer Familie in Cottbus. Martina Münch hat von 1980 bis 1987 in Heidelberg, Hamburg, London und den USA Medizin studiert. Sie war in dieser Zeit Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes. Anschließend arbeitete sie - bis zu ihrem Umzug 1995 nach Cottbus - als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Neurologie am Rudolf- Virchow-Klinikum in Berlin.

Martina Münch engagierte sich mehr als elf Jahre lang als SPD-Stadtverordnete in Cottbus, dort vor allem für die Bereiche Soziales, Bildung und Kultur. Seit August 2006 ist sie stellvertretende Landesvorsitzende.

Bei den Landtagswahlen im Herbst 2004 und 2009 gewann Martina Münch ihren Cottbuser Wahlkreis direkt, sie zog in den Brandenburger Landtag ein. Über die gesamte Legislaturperiode bis 2009 leitete Martina Münch dort den Ausschuss für Wissenschaft, Forschung und Kultur.

Sie ist eine der Initiatorinnen des „Cottbuser Aufbruchs“. 1999 hat sie das Aktionsbündnis, das sich für ein gewaltfreies, tolerantes Miteinander einsetzt, mit gegründet. Der „Cottbuser Aufbruch“ gehört zum landesweiten „Aktionsbündnis gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit“.

Lebenslauf Sabine Kunst:

Die im norddeutschen Wesselburen (Schleswig-Holstein) geborene Wissenschaftlerin ist verheiratet, hat drei erwachsene Kinder und lebt mit ihrem Mann in Werder (Havel). Sabine Kunst gehört keiner Partei an. Bis zu ihrer Ernennung zur Ministerin war Sabine Kunst von Januar 2007 bis Februar 2011 Präsidentin der Universität Potsdam.

Zuvor übte die Hochschullehrerin und Wissenschaftlerin verschiedene leitende Funktionen an der Universität Hannover aus, unter anderem war sie Direktor of International Affairs und Vizepräsidentin für Lehre, Studium und Weiterbildung. Sabine Kunst hat von 1972 bis 1982 an der Universität Hannover die Fächer Biologie, Politologie und Wasserbauwesen studiert. 1982 promovierte sie in Ingenieurwesen, 1990 in Politologie.

Sabine Kunst war - als erste Frau überhaupt - von 2010 bis 2011 Präsidentin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), der größten Organisation für den weltweiten Austausch von Forschern und Studierenden. Das internationale Engagement der Forscherin und Hochschullehrerin führte sie in eine Vielzahl von Ländern, zum Beispiel für die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) nach Bolivien und Peru, später nach Mexiko. Es folgten längere Forschungsaufenthalte in Kapstadt. Seit 2008 engagiert sich Sabine Kunst für die in Gründung befindliche Deutsch-Türkische Universität. 2010 wurde Sabine Kunst als Hochschulmanagerin des Jahres ausgezeichnet.