Brandenburg - über tausend Jahre Geschichte

Friedrich II., König von Preußen und Kurfürst von Brandenburg, 24. Januar 1712 - 17. August 1786 Man schreibt das Jahr 789, als Karl der Große gegen die Slawen an Elbe und Saale zu Felde zieht, um das Land seinem Reich einzuverleiben. Aber erst König Heinrich I. erobert 928/929 die Brennaburg (Brandenburg) an der Havel. Im Jahre 937 wird das Gebiet der späteren Mark Brandenburg erstmals in der Stiftsurkunde eines Klosters erwähnt.

In den nächsten 200 Jahren geht dieses Land weiter von Hand zu Hand: Gegen Ende des 10. Jahrhunderts wird es von den Slawen zurückerobert. Unter Albrecht dem Bären aus dem Geschlecht der Askanier wandern wieder Deutsche ein. Kriegerische Auseinandersetzungen, Unterwerfung der slawischen Fürstentümer und Erbschaft bringen Albrecht schließlich in den Besitz Brandenburgs.

Geburt der Mark Brandenburg

Das Jahr 1157 gilt als das Geburtsjahr der Mark Brandenburg: von da an nennt sich Albrecht der Bär Markgraf von Brandenburg

Erste Städte als Marktorte oder Niederlassungen für den Fernhandel entstehen. 1237 wird die Stadt Berlin gegründet. 1253 folgt Frankfurt an der Oder. Bis zum 14. Jahrhundert bauen die Askanier und später die Wittelsbacher die Mark Brandenburg zum größten Fürstentum Deutschlands aus.

Die Hohenzollern

Der Dreißigjährige Krieg verwüstet das Land schwer. 1640 übernimmt Kurfürst Friedrich Wilhelm, später der große Kurfürst genannt, die Regierung. Durch Ansiedlung - insbesondere von Hugenotten aus Frankreich, aber auch von Holländern, Schweizern und anderen - fördert er den Aufbau des Landes und die Entwicklung von Handel und Gewerbe. Mit dem als Toleranzedikt bekannten Edikt von Potsdam werden 1685 den Zuwanderern zahlreiche Rechte, darunter das Recht auf freie Religionsausübung, eingeräumt.

Der Nachfolger des Großen Kurfürsten, Kurfürst Friedrich III., begründet das preußische Königtum. Er lässt sich 1701 in Königsberg krönen und nennt sich fortan Friedrich I., König in Preußen. Die Mark Brandenburg wird damit ein Teil von Preußen. Friedrich Wilhelm I. (1713-1740), der "Soldatenkönig", setzt die Folge hohenzollernscher Herrscher fort. Unter Friedrich II., genannt der Große (1740 - 1786), wächst Preußen zu einer politischen Macht von europäischer Bedeutung heran.

Das Land Brandenburg feierte 2001 das Preußenjahr mit zahlreichen Veranstaltungen und Ausstellungen.

19. und 20. Jahrhundert

Gemeinsam mit Berlin ist Brandenburg im 19. Jahrhundert das politische Zentrum Preußens und Deutschlands. Das 20. Jahrhundert ist durch das aufstrebende Berlin geprägt.

Der Zweite Weltkrieg trifft die Provinz durch riesige Zerstörungen besonders schwer. Durch das Potsdamer Abkommen (1945) verliert Brandenburg etwa 30 Prozent seines damaligen Gebietes, da die gesamte Neumark östlich von Oder und Neiße nunmehr zu Polen gehört. Brandenburg geht in die sowjetische Besatzungszone ein und wird später, in der DDR, in die Bezirke Potsdam, Cottbus und Frankfurt (Oder) aufgeteilt.

Demokratischer Neubeginn

Am 22. Juli 1990 wird durch die freigewählte Volkskammer beschlossen, die Länder wieder einzuführen. Am 3. Oktober wird das Land Brandenburg gegründet. Potsdam wird Landeshauptstadt. Nach der Landtagswahl vom 14. Oktober 1990 wurde Manfred Stolpe zum ersten Ministerpräsidenten gewählt. Die neue Verfassung des Landes wird durch Volksentscheid am 14. Juni 1992 bestätigt.

Links: