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Woidke: Deutsch-polnische Kooperation fortsetzen

veröffentlicht am 10.11.2017


Ministerpräsident Dietmar Woidke setzt sich ungeachtet diverser Meinungsverschiedenheiten zwischen Berlin und Warschau vehement für den Ausbau des deutsch-polnischen Miteinanders ein. Woidke, der auch Polen-Koordinator der Bundesregierung ist, sagte heute bei der Eröffnung der 26. Jahrestagung des Bundesverbandes Deutsch-Polnischer Gesellschaften in Potsdam: „In letzter Zeit hat sich eine gewisse Ernüchterung, manchmal sogar Enttäuschung breit gemacht. Davon dürfen wir uns aber von unserem Weg der Gemeinsamkeit nicht abbringen lassen."


Woidke: „Viele Freunde und Partner Polens in Deutschland blicken mit wachsender Sorge nicht nur auf die Entwicklungen in Polen, sondern auch auf das deutsch-polnische Verhältnis. Wer hätte gedacht, dass im Jahre 2017 wie in einem Spuk wieder populistisch historische Aufrechnungen und milliardenschwere Reparationsforderungen hervorgezaubert werden?"


Er mahnte an, „nicht über die Gespenster der Vergangenheit zu streiten, sondern gemeinsam Zukunftsaufgaben anzugehen. Gerade jetzt brauchen wir alle progressiven Kräfte, um Europa aus der Krise zu führen! Polen ist und bleibe ein wichtiger Partner für Deutschland". Wichtig sei jetzt insbesondere die grenzüberschreitende kommunale und regionale Zusammenarbeit. Als positives Beispiel nannte er auch die traditionellen Deutsch-Polnischen Medientage, deren 21. Auflage im Juni 2018 in Mecklenburg-Vorpommern stattfinden wird.


Er dankte den Deutsch-Polnischen Gesellschaften für ihr Engagement: „Bleiben Sie dran! Ihr Einsatz ist richtig, und Ihre polnischen Partner werden Ihnen diese Treue danken. Es hat sich nichts daran geändert, dass das friedliche Zusammenleben in der Mitte Europas Menschen wie Sie braucht, die die Mühen der Ebenen nicht scheuen und die von der gemeinsamen Verpflichtung zu friedlicher Zusammenarbeit und guter Nachbarschaft überzeugt sind."


Der Bundesverband vereint seit 1986 nach eigenen Angaben über 50 Deutsch-Polnische Gesellschaften mit rund 3700 Mitgliedern. Die Organisation versteht sich als gesellschaftliche Lobby für die deutsch-polnischen Beziehungen. Seit 1992 finden die Jahrestagungen in Deutschland und Polen statt.


 


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