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Zwei Bienenvölker auf dem Hof der Staatskanzlei -Aktion für mehr Imkernachwuchs

veröffentlicht am 19.05.2017

Mit Beginn der warmen Temperaturen haben neue „Bewohner" auf dem Hof der Staatskanzlei und der Ministerien für Finanzen und Bildung in der Potsdamer Stadtmitte Einzug gehalten: Zwei Stöcke mit rund 60.000 Bienen. Der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Thomas Kralinski, und Imker Holger Ackermann läuteten heute die Bienen-Saison offiziell ein. Kralinski: „Mit der Aktion wollen wir für mehr Imker-Nachwuchs sowie mehr Bienenvölker in Brandenburg werben. Zugleich setzen wir damit ein Zeichen gegen das Bienensterben, zumal in diesem Winter 40 Prozent der Brandenburger Bienen gestorben sind."


Der Start der Bienensaison in Potsdam ist eine Fortsetzung der von Kralinski im Jahr 2015 begonnenen Aktion „Brandenburger Bienen summen durch Berlin" mit zwei Stöcken auf dem Dach der Brandenburger Landesvertretung. Der nach Abschluss der Saison geerntete süße Nektar wird an Gäste der Staatskanzlei verschenkt, die sie dafür vom Imker erwirbt.


Kralinski betonte: „Die unscheinbaren Insekten sind ganz wichtige Nutztiere. Ihr Sammelfleiß ist eine unabdingbare Voraussetzung für gute landwirtschaftliche Erträge und den Erhalt der Artenvielfalt. Es liegt also in unser aller Interesse, Bienen zu schützen und die Bestände zu vergrößern. Mit unserer Aktion wollen wir mehr Brandenburgerinnen und Brandenburger motivieren, es selbst mit der Imkerei zu versuchen. Für Einsteiger gibt es viele Möglichkeiten, sich umfassend zu informieren."


Er verwies darauf, dass es im vergangenen Winter aufgrund verschiedener Ursachen zu schweren Verlusten bei den Bienenbeständen in Brandenburg gekommen ist. Kralinski: „Die Landesregierung unternimmt große Anstrengungen, um gegenzusteuern." So fördert das Agrar- und Umweltministerium anteilig den Unterhalt und mehrere Projekte des Mehrländerinstituts für Bienenkunde in Hohen Neuendorf. Dazu gehören die Aufklärung der Ursachen von Bienenverlusten oder zur Züchtung von Bienen, die gegen die Varroa-Milbe resistent sind. Ferner bietet das Land Hilfen für Jungimker an und unterstützt Schulungsmaßnahmen in Höhe von über 600.000 Euro.


Weitere Infos unter imker-brandenburg.de. Beim Agrar- und Umweltministerium ist die Broschüre „Blütezeit in der Mark", über pressestelle@mlul.brandenburg.de kostenfrei erhältlich.

PM Bienen (application/pdf 230.9 KB)