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Newsletter Juli 2017

Sehr geehrte Damen und Herren,

waren einst schlechte berufliche Perspektiven der Grund für die Abwanderung vieler junger Brandenburgerinnen und Brandenburger, hat sich das Blatt gewendet: Brandenburg ist wirtschaftlich attraktiv und erfolgreich – Fachkräfte werden gesucht! Mit dem Programm zur Unterstützung von Rückkehrerinitiativen fördert die Landesregierung den Rückkehr und den Zuzug von Menschen in ihre Brandenburger Heimatregion.

Nutzen Sie den Sommer für einen Besuch unseres Demografie-Beispiels Juni – das Mobile Kino Uckermark bietet höchsten Kinogenuss vor malerischer Kulisse. Auch das Demografie-Beispiel Juli Land(schafft)Kunst verdeutlicht den Einfluss von Kunst auf Attraktivität und Lebensgefühl einer Region.

Schöne Ferien wünscht
Ihr Redaktionsteam „Demografischer Wandel“ der Potsdamer Staatskanzlei

  • Landesregierung fördert Rückkehrerinitiativen


    Brandenburg fördert ab sofort Ideen, Konzepte und Initiativen, die auf die Rückkehr abgewanderter Brandenburgerinnen und Brandenburger Zielen. Staatskanzleichef Thomas Kralinski stellte am 11. Juli 2017 im Kabinett die entsprechenden Fördergrundsätze vor. In diesem und im nächsten Jahr stehen jeweils bis zu 200.000 Euro für Projekte und Maßnahmen zur Förderung von Rückkehr und Zuzug zur Verfügung.


    Staatssekretär Kralinski: „Nach 1990 haben knapp 800.000 meist junge Menschen Brandenburg den Rücken gekehrt, weil sie in Westdeutschland oder andernorts bessere Perspektiven sahen. Das Blatt hat sich inzwischen gründlich gewendet. Brandenburg ist heute wirtschaftlich erfolgreich, in Wissenschaft und Kultur bestens aufgestellt und ein attraktives und lebenswertes Land mit Perspektiven. Wir brauchen gut ausgebildete Fachkräfte, Handwerker und Akademiker. Wir brauchen junge Leute mit klugen Ideen und Engagement ebenso wie Menschen mit Lebenserfahrung. Deshalb wollen wir möglichst viele, der vor und nach 1990 Ausgereisten oder Abgewanderte bewegen, in der alten Heimat ihr neues Glück zu finden. Ihr seid willkommen, um zu bleiben. Die Heimat hat sich verändert - aber sie bleibt Heimat."


    Gefördert wird unter anderem die Entwicklung von nachhaltigen Strukturen und von Gemeinschaftsaktionen mit dem Ziel der Rückkehr-Förderung, aber auch zielgruppenorientierte Vorhaben. Ebenfalls unterstützt werden Konzepte der Öffentlichkeitsarbeit oder die Gründung neuer Initiativen in den Regionen.


    Anträge, Infos und Kontakte

  • Ein Dorf wird Galerie - Land(schafft)Kunst ist Demografie-Beispiel


    Bemalte echte Kühe, pittoreske und grazile Tierskulpturen, Installationen, Gemälde, Videos und Fotografien: Die Ausstellung „Land(schafft)Kunst" im Gollenberger Ortsteil Neuwerder (Havelland) ist das „Demografie-Beispiel des Monats" Juli der Staatskanzlei. Die Auszeichnung wurde dem gleichnamigen Verein am 1. Juli 2017 vom Staatskanzleichef Thomas Kralinski überbracht.


    Im Rahmen der dreiwöchigen Biennale nutzten 26 Künstler das ganze Dorf als Galerie und zeigten ihre Werke entlang der Dorfstraße in Ställen, Scheunen, Gärten oder auf Wiesen, Beeten und Bäumen. Initiatorin ist die Künstlerin Ulrike Hogrebe, die seit den 1990er Jahren in Neuwerder lebt. Inzwischen liegt die alle zwei Jahre stattfindende Ausstellung, die auf rund 4.000 Besucher zurückblicken kann, in den Händen des Fördervereins Land(schafft)Kunst.


    Kralinski begründete die Entscheidung für die Ehrung: „Für uns alle stellt sich die Frage, wie es gelingt, Orte lebenswert und zukunftssicher zu gestalten. Bei der Suche nach Antworten kommt es auf das Engagement, die Kreativität und die Eigenverantwortung der Menschen an. In Neuwerder sind alle diese Faktoren zu spüren und zu sehen. Die Ausstellung „Land(schafft)Kunst" hat den Ort verschönert und belebt. Dabei hat das ganze Dorf mitgemacht. Die Idee der Biennale hat die Dorfgemeinschaft zusammengeschweißt. Nun schon zum sechsten Mal haben die Bewohner Tür und Tor für Künstler und Besucher geöffnet. Sie stehen damit auch sinnbildlich für ein weltoffenes und kreatives Brandenburg und stärken in vorbildlicher Weise die Attraktivität des ländlichen Raumes."


    Weitere Informationen

  • Filme on Tour - Mobiles Kino Uckermark ausgezeichnet


    Als beispielgebendes Demografie-Projekt ehrte Staatskanzleichef Kralinski am 23. Juni 2017 „Mobile Kino Uckermark“. Das vom Multikulturellem Centrum Templin e.V. kreierte Projekt sichert ein hochwertiges cineastisches Angebot für die Bewohnerinnen und Bewohner der weitläufigen Uckermark, ist zugleich Treffpunkt und touristisches Ziel.


    Kralinski betonte: „Mit dem ‚rollenden Kinosaal‘ hat der Verein das Kulturangebot in der Uckermark deutlich ausgeweitet. Viele Menschen können jetzt auch aktuelle Streifen sehen, ohne lange Fahrstrecken in Kauf nehmen zu müssen. Die Filmabende an idyllischen Orten bieten auch Gelegenheit zum Kennenlernen und zum Austausch. Für die Lebensqualität und die Attraktivität des Wohnstandortes ist das ein deutlicher Gewinn. Das ‚Mobile Kino‘ ist auch eine touristische  Besonderheit." Es stärke das Heimatgefühl und den Zusammenhalt einer ganzen Region.


    Das Multikulturelle Centrum Templin (MKC) hat sich mit seinem Angebot an Filmen und Filmevents zu einem wichtigen Programmkino in der Region entwickelt. Mehrmals wurden das Kino und Kulturzentrum mit einem Kinoprogrammpreis des Medienboards Berlin-Brandenburg ausgezeichnet. Die Idee zum ‚Mobilen Kino‘ entstand nicht zuletzt deshalb, weil das MKC im Sommer 2016 wegen umfangreicher Sanierungs- und Umbauarbeiten mehrere Monate schließen musste. Im vergangenen Jahr besuchten mehr als 2.000 Menschen die rund 20 Veranstaltungen.


    Weitere Informationen -
    Termine des Mobilen Kinos Uckermark

  • Bundeswettbewerb „Zusammenleben Hand in Hand – Kommunen gestalten“


    Der im Juni gestartete Wettbewerb soll Kommunen Anreize bieten, in Eigenregie Konzepte für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Integration zu entwickeln. Hierfür stellt das Bundesinnenministerium Preisgelder bis zu 1 Mio Euro zur Verfügung. Bewerbungsschluss ist der 31. Dezember 2017.


    Der Bundeswettbewerb wird von den  kommunalen Spitzenverbänden sowie vom Bundesverband Deutscher Stiftungen unterstützt. Eingeladen zur Teilnahme sind alle deutschen Städte, Gemeinden und Landkreise. Teilnahmeberechtigt sind außerdem Kommunalverbände sowie die Träger der kommunalen Selbstverwaltung in den Stadtstaaten. Präventionsaktivitäten Dritter (z.B. Krankenkassen, Träger ÖPNV, Veranstalter, Schulen) können nur als Bestandteil der Bewerbung einer Kommune berücksichtigt werden.


    Mit der Betreuung des Wettbewerbs ist das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) beauftragt worden, das für die Laufzeit des Wettbewerbs ein Wettbewerbsbüro eingerichtet hat.


    Kontakt zum Wettbewerbsbüro und weitere Informationen