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DemografieForum Brandenburg

veröffentlicht am 29.10.2012
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Newsletter 10/2012





Werbung um Fachkräfte und Rückkehrende nach Brandenburg – Internetportal zum Job in der Heimat freigegeben


Brandenburg wirbt ab sofort im Internet um Fachkräfte und Rückkehrende. Arbeitsminister Günter Baaske schaltete dafür am 23. Oktober 2012 das „Fachkräfteportal Brandenburg“ frei. Baaske: „Gemeinsam wollen wir, dass die Brandenburgerinnen und Brandenburger in ihrer Heimat bleiben und Menschen aus anderen Bundesländern und dem Ausland für unser Land gewinnen oder als Rückkehrende zurückgewinnen. Brandenburg bietet beste Zukunftschancen – zum Arbeiten und Leben. Dafür trommeln wir. Um weiter voran zu kommen, brauchen wir Fachkräfte. Das neue Portal ist dafür ein wichtiger Baustein.“


Das von der Landesagentur für Struktur und Arbeit und dem Arbeitsministerium mit einer Potsdamer Agentur entwickelte Portal enthält eine Vielzahl von Links zum Leben und Arbeiten in Brandenburg, darunter zu Angeboten wie „Studium in Brandenburg“, „Arzt in Brandenburg“ und regionale Rückkehrer-Portale. Es ist mit mehreren tausend Stellenangeboten verknüpft: Durch den LAB-Navigator („Leben – Arbeiten – Bilden“) können bisher etwa 280 Unternehmen in 12 Branchen mit ihren Jobangeboten angeklickt werden. Hinzu kommen Angebote des Landes, der Bundesagentur für Arbeit (BA) und am künftigen Flughafen BER. 


Auch Ministerpräsident Matthias Platzeck wirbt in seiner Videobotschaft für das Land: „Vor allem freuen wir uns auf Menschen, die nach Brandenburg zurück in ihre Heimat kommen. Und tatsächlich: Der Wind dreht sich. Inzwischen kommen mehr zurück als das Land verlassen. Willkommen auch allen aus anderen Ländern und Staaten. Ihr Wirken, Ihre Kultur bereichern uns. Brandenburg gibt Chancen.“


Baaske ist optimistisch, „dass sich die Rückwanderung verstärken wird“. Er verweist dabei auf das Leipziger Leibniz-Institut für Länderkunde. Demnach sind etwa 50 Prozent der aus dem Westen Zuwandernden gebürtige Ostdeutsche. Baaske: „Gründe sind neben den Arbeitsmöglichkeiten das Lebens- und Heimatgefühl, Familie, Freundschaften, günstiges Wohnen, aber auch die gute Kinderbetreuung. Dennoch gilt: Die Löhne in Ostdeutschland müssen steigen, denn gutes Einkommen bleibt ein Hauptargument für den Arbeitsort.“ 


Siehe   www.fachkraefteportal-brandenburg.de

www.masf.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.311545.de


 


Aktuelle Nachrichten:

 

Oma und Opa im Ehrenamt - DRK-Großelterndienst in Erkner“ ist Demografieprojekt des Monats Oktober



Auf die Bedeutung von Großelterninitiativen für Familien insbesondere Alleinerziehende hat die Bevollmächtigte des Landes beim Bund, Staatssekretärin Tina Fischer anlässlich der Auszeichnung des Großelterndienstes Erkner hingewiesen. „Großeltern machen es oft erst möglich, Beruf und Familie zu vereinbaren“, so Fischer, aber auch für die ehrenamtlichen Omas und Opas würde der Einsatz eine Bereicherung darstellen.


Durch den seit 2009 vom Kreisverband Märkisch-Oder-Spree des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) betriebenen Service konnten inzwischen 40 „Patenschaften“ zwischen ehrenamtlichen Wunschomas und –opas und Familien, deren Großeltern nicht in der Nähe leben, vermittelt werden. Nach ersten Kennenlern-Treffen verbringen die Wunschgroßeltern im Durchschnitt zwei bis drei Stunden pro Woche mit ihren „Enkeln“. Die von der Projektverantwortlichen Ellen Schneider ins Leben gerufene Initiative wird ergänzt durch an verschiedenen Orten stattfindende Generationentreffen und einen Babysitterdienst. Als besonders gelungenes Beispiel für Familienfreundlichkeit soll sie anderen Regionen als Anregung dienen. Die Auszeichnung des DRK-Großelterndienstes ist zugleich ein Beitrag zum Themenjahr der Europäischen Union, das 2012 unter dem Motto „Aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen“ steht.


Siehe   www.drk-grosselterndienst.de/

www.stk.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.311811.de




Fachtagung „Genossenschaften – Bürger, Wirtschaft und Gemeinden in solidarischer Gesellschaft“ am 9. November 2012 im Brandenburg-Saal der Staatskanzlei


Aus Anlass des Internationalen Jahres der Genossenschaften viel über diese Gesellschaftsform geredet. Mit der Veranstaltung lädt die Staatskanzlei ein zu einem Diskurs über die zukünftige Rolle von Brandenburger Genossenschaften und ihre Potenziale in Wirtschaft und Gesellschaft. Staatssekretär Gerber: „Und tatsächlich – es lohnt sich, für die Idee der Genossenschaften zu werben. Genossenschaften haben der Finanz- und Wirtschaftskrise erfolgreich getrotzt. Offensichtlich macht ein nicht an kurzfristigen Renditeerwartungen orientiertes Geschäftsmodell sie weniger anfällig für Krisen- und Konjunkturschwankungen.“


Wie keine andere Unternehmensform stehen die Genossenschaften für Selbstbestimmung und Selbstverantwortung und erfüllen das alte Motto von Friedrich-Wilhelm Raiffeisen mit neuem Leben: „Was der Einzelne nicht vermag, das vermögen Viele“. Durch die gleichberechtigte Mitwirkung aller Mitglieder und die konsequente Ausrichtung an deren Interessen trifft die Genossenschaft die vielen Bedürfnisse von Bürgern, mittelständischen Unternehmen und Existenzgründern. Genossenschaften agieren typischerweise auf lokal oder regional abgegrenzten Märkten, wodurch Risiken besser eingeschätzt und Geschäftsbeziehungen belastbarer werden.


Das Modell Genossenschaft erobert immer neue Bereiche. Sie können bei der Energiewende mitwirken und Lösungen bei der Gestaltung der demografischen Herausforderungen anbieten sowie bei der Regelung einer Unternehmensnachfolge, bei der Schaffung tragfähiger Strukturen für soziale Einrichtungen oder beim Erhalt wichtiger Infrastrukturen in dünn besiedelten Räumen.


Programm Fachtagung Genossenschaften (pdf 1.3 MB)


Was sonst noch passiert(e):



„Leben in UM“ ist online - MP Matthias Platzeck hat Portal für Rückkehrer freigeschaltet



Ministerpräsident Matthias Platzeck hat im August in Templin das Online-Portal „Leben in UM“ des Vereins „Zuhause in Brandenburg“ frei geschaltet. Ziel der Internet-Seite ist es, ehemalige Uckermärkerinnen und Uckermärker zu einer Rückkehr in die Heimat zu motivieren und auch Menschen aus anderen Regionen für ein Leben in der Region zu interessieren. Platzeck würdigte das ehrenamtliche Engagement der Initiatoren: „Die Mitglieder des Vereins haben innerhalb kurzer Zeit ein weiteres, sehr gutes Projekt auf die Beine gestellt. Bei dem Internet-Auftritt wird die Verbundenheit mit der Region und Stolz auf die Heimat deutlich. Diese Willkommenskultur ist beispielgebend.“



Auf der Internet-Seite werden unter anderem Informationen zu möglichen Arbeitgebern, zum Immobilienmarkt, zu Kinderbetreuung und Bildungseinrichtungen sowie zu Kultur- und Freizeitangeboten angeboten. Zudem berichten Rückkehrer über ihre Erfahrungen. Künftig soll das Projekt durch eine Willkommensagentur für die Uckermark erweitert werden. Diese entsteht im Rahmen des Bundesmodellprogramms „LandZukunft“. Die Uckermark hatte dafür ein Paket mit fünf Projekten – darunter die Willkommensagentur – eingereicht und als einziger ostdeutscher Landkreis den Zuschlag bekommen. Ende des Jahres will die Anlaufstelle für Rückkehrer und Neubürger ihre Arbeit aufnehmen.


Platzeck wörtlich: „Die Vereinsmitglieder haben mit ihrer Tatkraft andere angesteckt. Und auch in anderen Teilen Brandenburgs gibt es Ideen und Initiativen zur Eindämmung der Abwanderung und zum Werben um Rückkehrer. Sie alle dokumentieren, dass es sich in unserem Land gut leben lässt, dass gerade auch junge Menschen hier vielfältige Perspektiven haben. Jetzt kommt es darauf an, die vielen lokalen Projekte überregional zu vernetzen, um Erfahrungen zu bündeln und die einzelnen Initiativen noch effektiver zu machen. Das Land wird das mit allen Kräften unterstützen.“


Siehe www.leben-in-um.de




DART-Broschüre erschienen – Beispielhafte Lösungsansätze zum  demografischen Wandel aus Brandenburg und weiteren 12 europäischen Partnerregionen



Abschlusskonferenz des europäischen Kooperatioonsprojektes DART am 3. September 2012 in Potsdam: Auf der Veranstaltung in der Staatskanzlei stellten Experten aus mehreren Ländern die Ergebnisse der zweijährigen Arbeit vor. Auf Initiative Brandenburgs und Sachsens hatten sich 13 Regionen im Rahmen von DART – „Decling, Agering and Regional Transformation“ zu einem EU-weiten Erfahrungsaustausch zusammengeschlossen.


Ziel war es insbesondere, gemeinsam beispielhafte Lösungen für Regionen mit alternder und abnehmender Bevölkerung zu finden und die Umsetzung in den Partnerregionen zu forcieren. Für die Broschüre „Engagement vor Ort – Lösungsansätze zum demografischen Wandel in europäischen Regionen“ wurden aus fast 90 Demografiebeispielen zu den Themenbereichen Gesundheit, soziale Dienstleistungen, Bildung und Weiterbildung, Arbeitsmarkt und regionale Wirtschaft insgesamt 26 Projekte ausgewählt, die für übertragenswert gehalten werden. Vier der Beispiele kommen aus Brandenburg: „Fit für die Unternehmensnachfolge im Handwerk“, „Campus der Generationen“, „KombiBus und Bürgerbus“ sowie „ Ärztemangel im ländlichen Raum – brandenburgisches Maßnahmenpaket“. In der Broschüre „Engagement vor Ort“ haben die deutschsprachigen Projektpartner die gefundenen Lösungsansätze aus den europäischen Regionen zusammengestellt.


Über DART und die Einzelprojekte können sich Interessierte im Internet (www.dart-project.eu ) informieren. Informationen zur Abschusskonferenz und Download-Möglichkeit der Broschüre finden Sie hier ( http://www.stk.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.170725.de ), die Broschüre kann auch als Druckexemplar unter demografie@stk.brandenburg.de oder unter der Rufnummer 0331-866 1032 bestellt werden.




Veranstaltungshinweis zum Thema „Schrottimmobilien und Leerstand“



Die AG Historische Dorfkerne lädt am Mittwoch, dem 21. November 2012, zur Fachtagung „Wege zum Umgang mit Schrottimmobilien und Leerstand in Dörfern“ in die Heimvolkshochschule am Seddiner See ein.


Neben der Erläuterung von rechtlichen Instrumenten beim Umgang mit verwahrlosten Immobilien werden im Rahmen der Veranstaltung auch Praxisbeispiele vorgestellt, die als Handlungshilfe zur Bewältigung des Leerstandes dienen können.


Programm Fachtagung Schrottimmobilien (pdf 534.6 KB)




Mobilen Bürgerservice Wittstock - Verwaltung auf Rädern


Im Sommer nutzte der Chef der Staatskanzlei die Möglichkeit, kurz nach Inbetriebnahme den mobilen Bürgerservice Wittstock zu begutachten. Wittstock bietet als erste Kommune in Brandenburg einen solchen Service an, der gemeinsam vom Innenministerium, dem Städte- und Gemeindebund, dem Brandenburgischen IT-Dienstleister (ZIT-BB) und der Stadt entwickelt wurde.


Das „rollende Büro“ – ein umgebautes Feuerwehrfahrzeug – fährt bereits im Regelbetrieb die teilweise weit entfernt liegenden 18 Orts- und 7 Gemeindeteile der Stadt an, um Dienstleistungen der Verwaltung vor Ort anzubieten. Gerber betonte: „Dieses Pilotprojekt ist im wahrsten Sinne des Wortes bürgernah. Die Initiatoren des Projektes haben Flexibilität bewiesen und gezeigt, wie die Verwaltung auch künftig in der Fläche präsent sein kann. Das ist wichtig angesichts der Herausforderungen, vor die uns der demografische Wandel gerade im ländlichen Raum stellt. Ich bin mir sicher, dass der Mobile Bürgerservice auch in anderen Regionen unseres Landes Schule macht und sich das Angebot an Dienstleistungen für Bürger sogar noch vergrößern lässt.“



Derzeit können die Wittstockerinnen und Wittstocker in dem mobilen Büro ihren Wohnsitz an- und ummelden, neue Personalausweise und Reisepässe beantragen und dort auch abholen. Dafür wurde das Fahrzeug mit moderner Technik wie Laptop und Drucker, aber auch Fingerprintscanner, Unterschriftenpanel und Änderungsterminal der Bundesdruckerei ausgestattet. Die ungewöhnliche Amtsstube dient zudem als Fundbüro und zentrale Auskunftsstelle der Stadtverwaltung, zu der eine schnelle Datenverbindung steht.


Geplant ist bereits eine Erweiterung der Serviceangebote. So beabsichtigt der Landkreis, Dienstleistungen zu integrieren, die sich rund um Auto und Führerschein drehen. Das Landesamt für Soziales und Versorgung (LASV) hat Ideen für eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit Kommunen bei Dienstleistungen für Menschen mit Behinderungen entwickelt.


Siehe   http://www.stk.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.301561.de

http://www.wittstock.de/texte/seite.php?id=127544